Manfred A. Riecken GmbH

FLACHDACHEINDECKUNGEN

 

 

 
     
     

 

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Produkte:

An dieser Stelle möchten wir Interessenten die Möglichkeit bieten, sich über die Herstellung einiger von uns verwendeter Materialien zu informieren. Auch, wenn die Hersteller unter Umständen unterschiedliche Verfahren anwenden, können wir Ihnen vielleicht doch einen Einblick in einige Produkte verleihen.

    Auf dieser Seite erklären wir Ihnen:
  Die Herstellung von Dachschweißbahnen.
  Die Herstellung von Styropor.
  Die Bearbeitung von Styropor.
  Die Qualitätsprüfung der Materialien.
   

 

 
 
 

Die Herstellung von Dachschweißbahnen:

Die Herstellung von Dachschweißbahnen beginnt mit der Trägerschicht. Die Trägerschicht, die bei Kunststoffbitumenschweißbahnen meistens aus Polyestervlies besteht, wird auf großen Ballen geliefert, die in anderen Werken hergestellt wurden. Sie kann aus Polyestervlies, Glasgewebe oder Glasvlies bestehen. Die Einlage hat großen Einfluß auf die Haltbarkeit und Reißfestigkeit der Dachbahnen. Außerdem ist die Zusammensetzung des Bitumens für die Haltbarkeit der Dachbahnen entscheidend. Man ist heute dazu übergegangen, dem Bitumen Kunststoffanteile (Polymere) beizumengen, um größere UV-Beständigkeit und Elastizität bzw. Plastizität zu erreichen - je nach Bedarf.
Nun zum Produktionsablauf: Die Trägerschicht (hier: Polyestervlies) wird in die Maschine eingespannt und in einem dünnflüssigem Bitumen getränkt, damit sich die eigentliche Bitumenschicht mit dieser verbindet. Dann wird das Polyestervlies durch das Bitumenbad gefahren und durchfährt dann ein Walzwerk, damit die Bahn gleichmäßig stark ist. Unter Umständen wird hier auch eine Bekiesung aus Schiefersplitt aufgebracht, um eine UV-Abstrahlung zu erhalten. Dies ist der Fall, wenn die Bahn als letzte Lage (Oberlage) verlegt werden soll.
Von unten wird eine PE-Folie aufkaschiert, um eine Verklebung auf der Rolle zu verhindern. Danach läuft die Bahn über Walzen, die riesige Schlaufen bilden, damit sich die Bahn abkühlen kann.

Als letzten Schritt wird die Bahn aufgerollt und dabei auf Länge geschnitten und mit einer Banderole versehen, die Auskunft über die Art der Dachbahn, Herstellungsfirma, sowie Datum der Herstellung anzeigt. Aus der Farbe des Stempels ist sogar die Arbeitsschicht zu erkennen, die diese Rolle hergestellt hat. Dieser gesamte Vorgang geschieht vollautomatisch.
Die Dachbahnen werden nun auf Euro-Paletten gestellt und mit PE-Folie eingeschweißt. Jetzt sind sie fertig für den Versand. Die Art der Dachbahn wird vor der Produktion je nach Bedarf geplant. Zu den unterschiedlichen Sorten gehören z.B. V 60 S4 (einfach), G 200 S4 (durchschnittlich) und Poly 6000 (die beste Dachbahn).
Welche dieser genannten Dachbahnen verwendet wird, hängt individuell vom Bauvorhaben ab. Wir würden uns freuen, wenn Sie unsere Beratung wünschen.

 
 
 

Die Herstellung von Styropor:

Der Rohstoff des Styropors sieht sehr zuckerähnlich aus. Diese kleinen Perlen kommen in den sogenannten "Vorschäumer". Durch Zugabe von Dampf und durch laufendes Rühren entstehen aus den winzigen Kügelchen Größere. Die Aufblähung, die man im Vorschäumer herstellt, ist wichtig für die Beschaffenheit des späteren fertigen Materials. Je weiter hier schon der Rohstoff aufgebläht wird, desto leichter und weicher wird das Material als Endprodukt.
Auf dem Dach darf nur PS 20 SE und PS 30 SE verwendet werden. Das bedeutet: Ein Polystyrol mit einem Raumgewicht von 20 kg/cbm bzw. 30 kg/cbm. Diese beiden Materialen sind schwer entflammbar und daher ideal für die Verarbeitung mittels eines Schweißbrenners.
PS 30 SE wird hauptsächlich bei höher beanspruchten Flächen wie Terrassen etc. verwendet. Das vorgeschäumte Material wird jetzt in eine Stahlform gegeben (z.B. 6,0m/O,5m/1,0m). Diese Form wird bis oben gefüllt. Wenn die Form geschlossen wird, wird aus tausenden von Düsen, Dampf eingeblasen und über andere Düsen abgeführt. Durch die Hitze bläht sich das Material weiter auf und es entsteht ein enormer Druck in dieser geschlossenen Form. Deshalb muss die Form auch aus starken Eisenträgern gefertigt sein.
Durch diesen gewaltigen Druck verkleben die Kügelchen zu einem großen Block. Nach einer gewissen Garzeit - wie beim Kochen - erhält man einen fertigen Block Stropor.

 

 

 

 

Die Bearbeitung von Styropor:

Nach der Styroporherstellung wird der fertige Block über ein Fließband in die nächste Halle gefahren. Hier wird er in eine Einheitsgröße gebracht und in kleinere Blöcke zurechtgeschnitten Die fertigen kleineren Blöcke werden wieder in die nächste Halle gebracht, wo sie in gewünschte Formen vorbereitet werden, wie z.B. ein Gefälledach oder ganz einfache Platten.
Zum Schneiden werden jeweils rotierende heiße Drähte verwendet. Die Eingabe der Abstände der einzelnen Drähte erfolgt heutzutage über Computer und ist damit unglaublich genau. Früher benötigte man für das Ausmessen der Drähte ca. 15 Min für jede unterschiedlich hergestellte Stärke. Heute lässt sich durch die Zeitersparnis die Produktionszeit erheblich beschleunigen. Beim Gefälledach wird zusätzlich die vordere und hintere Höhe eingegeben, Für das Gefälle läuft einer der schneidenden Drähte nach oben bzw. nach unten, wodurch das Gefälle entsteht.
Für die Verlegung wird ein Gefälleplan mitgeliefert. Die Stärke der Platten ist jeweils aufgestempelt.

 
 
 

Die Qualitätsprüfung der Materialien:

Unsere Lieferanten sind selbstverständlich sehr darauf bedacht, dass ihr Material den Anforderungen des Wettbewerbs gewachsen ist. Sie überprüfen laufend unter harten Laborbedingungen die Qualität des Materials. Wir geben Ihnen einen Einblick in die Qualitätsprüfung von Dachbahnen und verschiedenen Bitumensorten.
Die Dachbahnen müssen sich einer Werkstoffprüfung, den Reißtests, unterwerfen, um die Festigkeit zu beweisen. Hierfür werden ca.30x5cm große Auszüge in eine Maschine eingespannt, die die Kraftstärken in der Einheit Newton anzeigt. Dabei muss bis zum Riss eine Mindestnewtonanzahl erreicht werden.
Die Hitzereaktion von Bitumen wird z.B. getestet, indem die immer gleiche Anzahl und gleiche Form von festem Bitumen in sehr kleinen (offenen) Tellern (ca.1,5cm Durchmesser), auf die eine kleine Kugel gelegt wird, in eine chemische Flüssigkeit getunkt wird. Diese Flüssigkeit wird erwärmt, bis der Schmelzpunkt von Bitumen erreicht ist. In diesem Moment fällt die Kugel durch den offenen Teller durch und die Temperaturanzeige wird durch eine Lichtschranke gestoppt. Auch hier muss eine Mindestanzahl erreicht sein. Es darf allerdings auch keine Höchstzahl überschritten werden.
Die Festigkeit von Bitumen wird getestet, indem eine lange Nadel mit einem bestimmten Gewicht aus eigener Kraft in einen Becher von Bitumen fällt und in das Bitumen eindringt. Die Eindringtiefe kann an dem der Nadel zugehörigen Gerät abgelesen werden und muss sich in einem vorgegebenen Bereich befinden..
Zudem wird noch die Brennbarkeit des hergestellten Styropors überprüft. Es darf im Gegensatz zu herkömmlichem Styropor bei einer Entzündung keine Verbreitung des Feuers zulassen. Dies nennt sich dann "schwer entflammbar". Da bei Flachdacheindeckungen Schweißbrenner verwendet werden (außer bei Selbstklebe-Dachbahnen) ist die Feuerfestigkeit extrem wichtig, um einen ungewollten Brandherd auf dem jeweiligen Bauvorhaben zu verhindern.

 
 
     
 
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